Als Weltleitmesse für Bioprodukte braucht die BioFach seine besondere Erklärung.
Die Messe 2010 soll ganz im Zeichen des fairen Handels stehen und wird in Halle 5 eine hochattraktiven
Standort für alle Firmen bieten, die zu diesem Thema passen.
„Eine wachsende Zahl von Kunden hinterfragt heute die Entstehungs-prozesse der Produkte, die in ihren Einkaufskörben landen. Bio-Hersteller sind traditionell Überzeugungstäter, was Fairness betrifft", so Udo Funke, Projektleiter BioFach und Vivaness. „Ihnen allen bieten wir mit Organic + Fair eine ergänzende Plattform, auf der sie dem Fachpublikum - entweder mit einem eigenen Stand oder einfach über eine separate Produktpräsentation - die verschiedenen Aspekte fairen Handels, wie zum Beispiel das Thema soziale Verantwortung, vorstellen können."
Internationaler fairer Handel legte 2008 um 25 % zu
Organic Monitor, London, Großbritannien, schätzt den Umsatz mit Produkten aus fairem Handel für 2008 auf über 3,5 Mrd. US-Dollar. Zwei Drittel aller Angebote aus fairem Handel stammen aus biologischem Anbau. Produkte mit Fairtrade-Label des international tätigen deutschen gemeinnützigen Vereins Transfair, Bonn, Deutschland, erbrachten 2008 einen Umsatz von circa 2,9 Mrd. EUR - dies entspricht einem Plus von 25 % im Vergleich zum Vorjahr. Neben Deutschland zählen zu den starken Wachstumsmärkten in Europa Großbritannien, Frankreich und Skandinavien. Das Fairtrade-Siegel ist weltweit bekannt und genießt das Vertrauen der Verbraucher. In 15 Ländern, die im Rahmen einer Fairtrade-Studie untersucht wurden, kennt die Hälfte der Befragten das entsprechende Siegel. Neun von zehn Menschen halten es für glaubwürdig. 64 % aller Verbraucher identifizieren Fairtrade mit strengen Standards. Dies steht in direktem Zusammenhang mit dem Vertrauen der Verbraucher. Knapp 75 % halten eine unabhängige Zertifizierung für den besten Weg, den ethischen Anspruch eines Produktes glaubhaft zu machen.
120 unabhängige Inspektoren kontrollieren 1.150 Händler in 73 Ländern sowie 870 Produzentengruppen in 58 Ländern. Bananen zählen zu den klassischen Fairtrade-Produkten: Derzeit gibt es 60 Produzenten von Fairtrade-Bananen, die im Jahr 2007 weltweit 234.112 t Früchte verkauften.
In Zeiten der Finanzkrise, die starke Schwankungen bei den Rohstoff-preisen nach sich zieht, spielt der faire Handel eine besonders große Rolle. Gerechte Arbeitslöhne leisten einen wichtigen Beitrag zur Existenzsicherung von Millionen Kleinbauern und ihren Familien in Afrika, Asien, Süd- und Mittelamerika.