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EU-Kommission läßt 5 Sorten gentechnisch veränderten Mais zu. Akzeptanz in den Mitgliedsstaaten fraglich

Fünf neue Sorten von Genmais dürfen künftig nach Europa eingeführt werden. Das hat die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel entschieden. Der genetisch veränderte Mais darf somit in der EU verzehrt, verarbeitet oder verfüttert, aber nicht angebaut werden.Die Euripäische Kommission war gefragt, in dieser Angelegenheit zu entscheiden, weil es zuvor im Rat der Mitgliedstaaten wie üblich zu einem Patt kam. Einige EU-Länder sehen in gentechnisch veränderten Produkten Risiken für Gesundheit und Umwelt. Die Kommission entschied auf Basis eines positiven Bescheids der Europäischen Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA), die die fünf Sorten von Genmais für unbedenklich eingestuft hatte.

Zwei der Sorten kommen vom Monsanto Konzern,, die anderen von den Firmen Dow Agrosciences, Pioneer  und Syngenta . Der Genmais ist für zehn Jahre genehmigt. Unternehmen müssen ihn auf ihren Produkten klar kennzeichnen.

Mitte Juni hatte die EU-Kommission wegen der regelmäßigen Blockaden im EU-Rat zu der Frage von Genpflanzen eine neue Verordnung vorgestellt. Nach ihr könnten Mitgliedstaaten in Zukunft selbst bestimmen, ob sie den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen auf ihren Feldern zulassen, einschränken oder verbieten - selbst wenn diese in der EU grundsätzlich zugelassen sind. Dem Vorschlag müssen allerdings noch das Parlament und der Rat zustimmen. Kritiker warnen vor einer Untergrabung des Binnenmarktprinzips.

Trotzdem tut die EU-Kommission weder sich noch den Mitgliedsstaaten mit derartigen Aktionen einen wirklichen Gefallen. Die spitzfindige Unterscheidung einer Zulassung für Verarbeitung, Verfütterung und Verzehr - nicht aber den Anbau - dient nicht unbedingt der Transparenz. Schließlich wird mit dieser Entscheidung ja ausschließlich der Import dieser Maisssorten zugelassen.